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Steigende private Ausgaben bei Zahnärzten – Steht dies für ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein?

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Steigende private Ausgaben bei Zahnärzten – Steht dies für ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein?

Patienten in Deutschland werden zunehmend gesundheitsbewusster und sind somit auch auf ihre Zahngesundheit bedacht. Neben der Standardbehandlung beim halbjährlichen Zahnarztbesuch, haben Patienten in den meisten Praxen immer häufiger die Möglichkeit Zusatzleistungen in Anspruch zu nehmen, die zur Aufrechterhaltung der Zahnhygiene beitragen sollen, jedoch nicht von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Der Patient nimmt dies scheinbar immer häufiger in Kauf.

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Gesundheitsausgaben um über 40 % gestiegen

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Gesundheitsausgaben um über 40 % gestiegen

Privat zu leistende Gesundheitsausgaben betreffen schon längst nicht mehr ausschließlich privat versicherte Patienten – auch Angehörige gesetzlicher Krankenkassen (ca. 70 Millionen in Deutschland) müssen immer häufiger Behandlungen, die über die Regelversorgung hinausgehen aus eigener Tasche zahlen. Dies gilt besonders häufig beim Zahnarztbesuch: Hier müssen zum Teil über 50 % der entstehenden Kosten selbst bezahlt werden.

Betrachtet man diese Entwicklung über die letzten 20-25 Jahre fällt auf, dass die Ausgaben privater Haushalte für Behandlungen beim Zahnarzt sich mehr als verdoppelt haben. 1992 lagen die Ausgaben noch bei 1,7 Mrd. € – 22 Jahre später jedoch werden schon 3,7 Mrd. € ausgegeben.

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Der beträchtliche Verlauf dieser Thematik zeigt sich auch in der obigen Grafik: Während die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen über die letzten 15 bis 20 Jahre relativ gleich geblieben sind, haben sich die Ausgaben der privaten Haushalte stetig erhöht.

Wie ist diese Entwicklung zu erklären? Zum einen sind zwischen 1992 und 2014 die allgemeinen Gesundheitskosten in Deutschland um mehr als 40 % gestiegen – von 13 Mrd. € auf 18 Mrd. €. Und zum anderen werden immer weniger Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sodass Privatpersonen über 20 % der anfallenden Kosten selber tragen müssen.

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Bonusprogramm statt Standardausführung

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Bonusprogramm statt Standardausführung

Der regelmäßige Check-Up beim Zahnarzt besteht schon längst nicht mehr nur aus der Routinekontrolle und Zahnsteinentfernung. Viele Zahnarztpraxen bieten ihren Patienten Bonusleistungen, die die Zahngesundheit nachhaltig stärken und langfristig aufrechterhalten. Hierzu zählen bspw. die Auswahl hochwertiger Füll- und Zahnersatzmaterialien, wie Keramik oder Kunststoff sowie die Wahl eines Zahnimplantats statt einer klassischen Brücke. Auch die professionelle Zahnreinigung wird immer häufiger von Patienten in Anspruch genommen, obwohl auch diese nur zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst wird. Das zunehmende Angebot solcher Zusatzleistungen und die Nutzung durch die Patienten sorgen auch dafür, dass die privat abgerechneten Behandlungen in Zahnarztpraxen zunehmen. Doch deutet diese Entwicklung auch auf ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein der Praxisbesucher hin?

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Honorarerhöhung verantwortlich für steigende Ausgaben beim Zahnarztbesuch?

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Honorarerhöhung verantwortlich für steigende Ausgaben beim Zahnarztbesuch?

Die Erneuerung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) im Jahr 2012 brachte eine Erhöhung der zahnärztlichen Honorare mit sich, nachdem diese 23 Jahre lang relativ gleichbleibend waren. Die Gebührenordnung legt die Einkünfte der Zahnmediziner für Leistungen fest, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Zu diesen Leistungen gehören z. B. Zahnersatz wie Implantate. Die Steigerung der Honorare beträgt mindestens 14 %, sodass auch die Kosten der zahnmedizinischen Behandlung für privat und gesetzlich versicherte Patienten weiter steigen.

Der Grund dieser Entwicklung liegt jedoch weniger in der Honorarerhöhung, sondern vielmehr in der Undurchsichtigkeit der Kostenabrechnung. Alle zahnmedizinischen Behandlungen, die von den Krankenversicherungen gezahlt werden sind in einem sogenannten Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen  (BEMA) festgehalten. Behandlungsmethoden, die in dem Maßstab hingegen nicht zu finden sind, werden nach der GOZ berechnet und müssen vom Patienten selbst gezahlt werden. Weil natürlich ständig neue Behandlungskonzepte entwickelt und in den Zahnarztpraxen angeboten werden und der Bewertungsmaßstab der Krankenkassen nicht erneuert wird, führt dies automatisch zu steigenden privat abgerechneten Leistungen.

Einige Hinweise zu diesen Sachverhalten können helfen, Transparenz im Umgang Arzt- Patient zu schaffen. Dazu bietet sich ein entsprechender Text im Webauftritt, also zB. der Website der Praxis an.

Der Vorteil dabei ist, daß nur der Patient, welcher sich für Hintergründe auch interessiert, diese Info abruft. Andere werden darauf verzichten. Die Praxis jedoch kann interessierten und kritischen Patienten wertvolle Hinweise anbieten, gekoppelt mit einem Link (Verweis ) zur Auswahl der Extraleistungen.

Wengenroth & Partner als Fachagentur für Zahnärzte steht Ihnen mit Lösungen auch zu dieser Thematik gerne zur Verfügung

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