3.2.1 ‚Klassische‘ Marketingmaßnahmen
Die ‚klassischen‘ Instrumente der Werbung sind z. B. Printmedien, Zeitungswerbung, Plakate, Flyer oder Außenwerbung. Diese sind für die Patienten sofort erkennbar und haben den großen Vorteil, dass man damit eine relativ große Zahl von potenziellen Patienten erreichen kann (vgl. Frodl 2011, 99). Telefonbücher oder Gelbe Seiten gehören ebenfalls zu den klassischen Marketingmaßnahmen. Obwohl die ‚moderne‘ Marketingmaßnahmen immer mehr an Bedeutung gewinnen, nutzen die Zahnärzte nach wie vor die die ‚klassischen‘ Instrumente wie Flyer (siehe Kap. 3.2). Diese werden im Wartezimmer ausgelegt, um beispielsweise über zusätzliche individuelle Leistungen zu informieren, die sie anbieten.

3.2.2 ‚Moderne‘ Marketingmaßnahmen
Zu den Marketingmaßnahmen moderner Art können solche gezählt werden, die den Patienten durch unkonventionelle Kommunikationswege direkt und persönlich ansprechen. Hier wird das Ziel verfolgt, das Angebot des Gesundheitsbetriebs herauszustellen. Beispielweise werden über soziale Netzwerke oder andere Medien hintergründige Nachrichten ‚gesendet‘, die sich innerhalb kurzer Zeit gleich einem „biologischen Virus“ (vgl. Frodl 2011, 101) verbreiten. Im Hinblick auf Gesundheitsbetriebe soll so auf Angebote aufmerksam gemacht werden (vgl. ebd.).

Wie bereits dargestellt, ist die eigene Homepage der Praxis bei den Ärzten als Marketinginstrument ‚angekommen‘. Zwar sind es laut der Studie der GGMA immer noch ‚nur‘ die Hälfte, allerdings galt vor ungefähr fünf Jahren die Webseite für Ärzte noch als überflüssig (vgl. GGMA 2012, 16). Für Internetnutzer, die sich auch immer mehr für Gesundheitsfragen interessieren, beweisen die Arztpraxiswebseiten Professionalität und Zukunftsorientierung des jeweiligen Arztes (vgl. Thill 2011, 92). Um den Bekanntheitsgrad der Homepage zu steigern, werden auch die sozialen Medien wie Facebook genutzt. Solche Kommunikationsplattformen ermöglichen es, die Leistungen der Arztpraxis anschaulich zu machen (vgl. ebd., 104f.). Im Zusammenhang mit der eigenen Internetpräsenz wird auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) (18) zunehmend genutzt (vgl. Stuber 2010, 321).

Wie eben angedeutet, werden soziale Netzwerke wie Facebook ebenfalls bereitsm aktiv als Marketinginstrument genutzt. Im folgenden Kapitel soll nun auf die mögliche Bedeutung solcher sozialer Netzwerke als Marketinginstrument für die Zahnarztpraxis (im Hinblick auf die Neupatientengewinnung) näher eingegangen werden.