3.1 Begriffsdefinitionen

Begriffserklärungen von Webverzeichnissen

Eine Sammlung von Webadressen, welche im Internet veröffentlicht werden, nennen sich Webkataloge oder –verzeichnisse. Diese Webkataloge sind werden nach bestimmten Kategorien sortiert, weshalb auch nur die dementsprechenden Webadressen in die jeweiligen Bereich eingeschrieben werden dürfen. Aufgrund der redaktionellen Kontrolle der Webkataloge, erreichen diese Verweise in der Regel eine bessere Qualität als die von den Suchmaschinen gefertigten Ergebnisse. Allerdings beeinflusst die Quantität die Qualität der Verweise negativ, denn jede Internetseite wird manuell überprüft und eingepflegt. Die Verzeichnisse unterscheiden sich alle zwischen hierarchischen, was eine Gliederung der Subkategorien sowie speziellen Kategorien voraussetzt, und nicht hierarchischen sowie zwischen kommerziellen und nicht kommerziellen Webkatalogen. Darüber hinaus gibt es bei einigen Verzeichnissen eine Backlinkpflicht und bei anderen nicht.

3.2 Entwicklung und Ausblick

Entwicklung und Ausblick der Webverzeichnisse

Entwicklung

Als wichtiger Bestandteil des Internets, wurden Webverzeichnisse bis vor kurzem definiert. Die redaktionelle Pflege der Kataloge machte es den Nutzern möglich, gezielt nach den dementsprechenden Informationen zu suchen. Infolge dessen war die Einpflegung der Seiten mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Zeitweilig war das Yahoo-Verzeichnis eines der längst genutzten Webkataloge, doch im Jahr 1998, wo das Open Directory Projekt (ODP) oder auch DMOZ (Directory at Mozilla) gegründet wurden, wurde ein neuer Anspruch an die Zeitdauer der Aufnahme in einen solchen Webkatalog gestellt. Mittlerweile hat DMOZ mehr als 5 Mio. Einträge und zählt somit als einer der größten der Welt!

Ausblick

Es ist anzunehmen, dass die Wichtigkeit der Webkataloge in Zukunft stark sinkt, da die meisten Internetuser Informationen nur noch über Suchmaschinen einholen. Die Basis von Yahoo, das Verzeichnis, wird mittlerweile kaum noch gepflegt. Technische Schwierigkeiten hingegen hatte das ODP zeitweilig, welche allerdings behoben wurden.

Diese Plätze haben viele kommerzielle Kataloge eingenommen, welche eine Einpflegung nur gegen einen Kostenaufwand betreiben. Neue Besucher sowie hochwertige Backlinks, machten eine bessere Platzierung bei den Suchmaschinen möglich. Dennoch haben wenn überhaupt der Verweise von DMOZ sowie dem Yahoo-Verzeichnis einen Einfluss auf das Google Ranking einer Internetseite. Die Eintragung bei DMOZ lässt die jeweilige Webseite als „vertrauenswürdig erscheinen“ und folglich besser gelistet. Eine weitere Veränderung könnte die Gewichtung von einigen Webverzeichnissen sein, da viele vor allem Google den so genannten Trustrank einführt, welcher die manuell geprüften Webkataloge als Ausgangspunkt für die Bewertung mit einbeziehen.

3.3 Die wichtigsten Webverzeichnisse

Bedeutende Webverzeichnisse

Directory of Mozilla (DMOZ) wurde unter dem Namen „Gnuhoo“ gegründet und wurde aufgrund rechtlicher Probleme auf „Newhoo“ umgenannt. Das Open Content Project ergab sich aus dem Kauf des Webkataloges 1998, welcher die Veröffentlichung unter dem heutigen Namen durchführte. Ansprechend für die Nutzer war die selbstständige „Teilnahme“ an dem Webkatalog DMOZ, sodass die Größe der Verzeichnisses rasant zunahm und somit auch eine große Bedeutung gewinnen konnte. Freiwillige Mitarbeiter machten die Aufnahme der Webadressen im Gegensatz zu anderen Webkatalogen sehr schnell. Die Professionalität sorgte auch für eine einwandfreie Aktualität sowie Qualität der Links, welche lange Zeit nicht übertroffen wurde, wodurch die Aufnahme in dieses Verzeichnis für eine Webseite eine hochwertige „Auszeichnung“ war. Die Anzahl von mehr als 5 Millionen Einträgen, zeigt dass, das DMOZ immer noch eines der wichtigsten Verzeichnisse ist. Doch mittlerweile hat auch dort die Qualität und Aktualität eine Zeit lang deutlich nachgelassen, da der Webkatalog einige technische sowie organisatorische Probleme aufwies. Trotz alle dem ist der Eintrag in diesem Verzeichnis quasi ein Muss, denn die Bewertung der Suchmaschinen auf diesen Verweis ist immer noch sehr positiv.

Im Jahre 1994 wurde das Yahoo-Verzeichnis ins Leben gerufen und galt als Navigationshilfe im Internet und war die Grundlage des heutigen Unternehmens. Momentan ist das Verzeichnis lediglich ein Teil des Internetportals. Im Jahr 2009 wurde das Verzeichnis von Yahoo endgültig vom Netz genommen.

Ebenso wie Yahoo wurde Web.de auch als Webverzeichnis gestartet und wurde im Jahr 2005 an den United-Internet Konzern verkauft. Die eingepflegten Seiten sind in der Regel deutschsprachig und kommen auf eine Summe von rund 400.000, wodurch mittlerweile auch nur gegen Bezahlung ein Eintrag frei geschaltet wird.

Mit mehr als 600.000 Einträgen, ist allesklar.de deutschlandweit das größte Linkverzeichnis und werden meistens ortsbezogen in unterschiedliche Bereiche eingepflegt. Heutzutage hat sich dieser Webkatalog zu einem Netzwerk hochgearbeitet. Der Eintrag bei allesklar.de pflegt die jeweilige Internetseite automatisch bei Lycos, meinestadt.de, Fireball, meinestadt.msn.de als auch freenet.de, T-Online sowie DINO-Online hinzugefügt. Für eine begrenzte Zeit kann man eine Internetseite kostenlos eintragen lassen, wobei nach bestimmter Zeit auch dieser Eintrag Kosten aufbringt.

Des Weiteren existieren eine Menge kleinere sowie regional beziehungsweise themenbezogene Webverzeichnisse, bei denen der Besucherstrom zwar nicht zunimmt, allerdings lockt ein hochwertiger Backlink Interessierte an. Die Bearbeitungszeit dieser Verzeichnisse ist in der Regel sehr kurz, sodass der Eintrag meist innerhalb weniger Tage veröffentlicht ist. Dabei ist die Backlinkpflicht zu beachten, wo der Eintrag lediglich veröffentlicht wird, wenn das Gegenüber das Verzeichnis auf der eigenen Seite hinzufügt.

Allgemein ist abzuwägen, in welchen Webkatalogen ein Eintrag sinnvoll. Werden schnelle sowie simple Backlinks, können die kleineren Webkataloge von Vorteil sein.