1.1 Begriffserklärung

Internet – Begriffserklärung

Abgeleitet von dem Begriff Interconnected Networks, entstand das Wort Internet und bedeutet soviel wie „zusammen geschaltete Netze“ und ist global der größte Netzverbund. Dadurch wird es dem Nutzer ermöglicht auf eine unbegrenzte Sammlung von Internetseiten zurückzugreifen sowie mit vielen Internetusern in Verbindung zu treten und sich auszutauschen.

Das gesamte Netzwerk, welches oben beschrieben wurde, setzt sich zusammen aus vielen kleinen Netzwerken. Durch Server und Rechner geht der Datenaustausch von statten, wodurch den Internetnutzern eine schnelle Datenübertragung zur Verfügung steht. Der Internetzugang wird mittels einer Modem-Technik ermöglicht oder auch durch spezielle Dienstleister, welche einen Internet Service Provider einrichten können.

Das World Wide Web, auch WWW genannt, wird fälschlicherweise häufig für das Internet gehalten, ist allerdings nur ein Teil von dem Ganzen, beziehungsweise ein Service des Internets. Fertig gestellt wurde das World Wide Web erst im Jahr 1989, um einen simplen Informationsaustausch zu gewährleisten.

Das Netz erhielt durch den Tim Berners-Lee, der Gründer des „WWWs“ war, einfache Verknüpfungen, welches einen schnelleren Zugriff ermöglicht. Das World Wide Web ist nichts weiter als ein abrufbarer Hypertextkomplex im Internet. Mittels eines Internet Browers können die HTML codierten Webseiten geöffnet werden und durch eine URL (Adresse) angesehen werden. Diese können durch sogenannte Hyperlinks untereinander verknüpft werden, sodass man über diesen auf direktem Wege zu der bestimmten Webseite gelangen kann.

Jeder fragt sich natürlich auch, wie viele nutzen das Medium Internet? Doch da niemals alle Internetnutzer gleichzeitig im Internet surfen, kann man die Menge nur annähernd schätzen. Im Jahr 2011 wurde die Zahl auf 2,1 Milliarden Menschen festgelegt, was rund 30% der Weltbevölkerung entspricht. Diese Studie wurde von der Website-Monitoring-Diensts Pingdom durchgeführt. Die Anzahl der Internetseiten weltweit lässt sich auch nur schätzen. Diese Schätzungen beginnen bei 160 Millionen und enden bei einer Billion. Letzteres liegt der tatsächlichen Zahl wohl näher.

1.2 Entwicklung und Ausblick

Entwicklung:

Aus dem ARPAnet, welches 1969 konstruiert wurde, ging das Internet hervor. Das ARPAnet war ein Projekt der Advanced Research Project Agency (ARPA) des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Das eigentliche Ziel dieses Projekts war die Verknüpfung unterschiedlichster Forschungseinrichtungen, damit die damaligen Rechenkapazitäten ideal ausgenutzt werden konnten. Doch auch im Falle eines feindlichen Angriffs konnte das ARPAnet für eine intakte Kommunikationsinfrastruktur sorgen. Als gegen Ende der 1970er Jahre das Wachstum stieg, nahm automatisch die internationale Verbreiterung des Netzwerkes. Die auch als „wilde Phase“ der Entwicklung genannt wurde, wird heutzutage mit dem Internet assoziiert. Daraus ergab sich eine riesige Gemeinschaft sowie ein grenzenlose Sammlung an Daten.

Nachdem das ARPAnet im Jahr 1990 „offiziell“ abgeschaltet wurde, begann der wirtschaftliche Aufstieg des Internets, wodurch effiziente Dienste entstanden sind, wie beispielsweise die E-Mail, auch elektronische Post genannt. Dieser Fortschritt ist bis heute einer der bedeutendsten in der schnellen Datenübertragung. Dennoch war das World Wide Web der richtige Durchbruch für die Generation Internet, da dies es möglich machte Informationen zielgerecht zu suchen. Die Summe der beteiligten Länder ergab sich in kurzer Zeit auf 100. Nach drei Jahren waren es schon 10 tausend Netzwerke sowie 1,5 Millionen Rechner, welche angeschlossen waren. Mittlerweile hat sich die Zahl der Rechner welche mit dem Internet verbunden sind auf Milliarde gesteigert. Die stetig besser werdende Technik und der Steigerung des Tempos kann man über die Entwicklungen des Internets nur spekulieren und abwarten wie sich das gesamte Thema rund um das Medium Internet ausreift.

Ausblick:

Durch ein Zitat Nietzsches aus dem Jahr 1880 wurde unbewusst die Grundidee des Internet definiert. Dabei geht es um ein „Fest“ welches aus vielen einzelnen Erfindungen zusammengesetzt wird. Die Kernaussage, dass jeder etwas zu dem „Fest“ beitragen sollte, stellt sich gleich mit dem Veröffentlichen von den eigenen Ansichten und Ideen. Die rasante Entwicklung und die daraus resultierenden Vorteile des Internets „zwingt“ die Menschen quasi zu der Teilnahme an diesem Medium, obwohl eine Art Diktatur im Internet ausgeschlossen ist. Die zwei Milliarden Marke der teilnehmenden Menschen wurde nun schon erreicht. Spekulationen besagen, dass ca. im Jahr 2040 die drei Milliarden erreicht werden. Doch auch diese rasante Steigerung wird anhand der Prognosen nicht ständig in dem Tempo weiter gehen, denn auch diesem Medium sind menschliche Grenzen gesetzt.

Doch die Theorie wird durch die Praxis immer wieder aufgehoben, denn die New York beispielsweise hat einen genauso großen Anteil gesamt Afrika. Von daher lässt sich die Grundphilosophie einer unbegrenzten sowie gleichberechtigten Gemeinschaft nur ansatzweise realisieren. Denn viele Teile der Weltbevölkerung warten noch auf eine „Einladung zu dem Fest“. Wobei viele diesen Teil schon vergessen und von einem global verknüpften Netzwerk träumen. Der „Vater des Internets“ hat Illusionen, dass auch vom Mars oder vom Mond Informationen über das Internet erhalten werden können.

Vor allem die Kontrolle in einigen Ländern, wie zum Beispiel China, sollte zuerst einmal beendet werden, bevor Neuheiten durchgeführt werden sollen. Heutzutage ist die Informationsüberwachung ein großes Thema und bringt die Notwendigkeit mit sich, dass dieses Thema zunächst geklärt wird, denn nur wenn jeder Einzelne noch an dem „Fest“, wie es Nietzsche nannte, teilnimmt, kann das Medium Internet für die Weltbevölkerung eine bedeutende Veränderung.

Das Schlagwort Web 2.0 definiert die Nutzung des Internets in einer anderen Form. Hierbei kann der Interuser nicht nur Informationen aus dem Internet saugen sondern kann auch selbst Inhalte in dem Medium einstellen. Somit ist das Internet nicht nur ein Sammelsurium von wenigen, sondern ein rund um die Uhr wechselndes Medium, welches auch als „Spiegelbild“ der Beteiligten beschrieben werden kann. Großen Zuspruch erhalten auch File-Sharing-Portale, Blogs oder auch Open-Source-Communities.

Wohin uns die Reise mit diesem grenzenlosen Medium führt, kann uns keiner genau sagen. Fest steht nur, dass die Reise gerade erst begonnen hat.