Seo-oder-AdWords

Suchmaschinenoptimierung oder Google AdWords?

Was ist besser?

In einer umfangreichen Bachelorarbeit über die Jahre 2011 bis 2012 hat Wengenroth & Partner in Kooperation mit der Hochschule Hannover empirisch analysiert, was für einen Unternehmer in Deutschland die effizientere Werbemethode darstellt – Google AdWords oder Suchmaschinenoptimierung.

In diesem Beitrag erhalten Sie als Leser erstmalig nicht nur die komprimierten Ergebnisse, sondern auch abschließend die gesamte Bachelorarbeit zum Download. Somit verschaffen Sie sich zum einen ein umfassendes Bild über Google AdWords und Suchmaschinenoptimierung, zum anderen bekommen Sie wertvolle Informationen als Werkzeug zur Hand, damit Sie zukünftig ihre operativen und strategischen Werbemaßnahmen im Internet bestmöglich ausrichten können.

 

Werbemöglichkeiten bei Google

Werbemöglichkeiten bei Google

Im Bereich der Werbung gewinnt das professionelle Online Marketing bereits immer mehr an Bedeutung, denn während früher ein Internetauftritt lediglich als virtuelle Visitenkarte diente, die als Zusatz optisch noch ansprechend gestaltet werden konnte, ermöglicht heute ein durchdachtes professionelles Online Marketing eine vor zehn Jahren nicht ansatzweise vorstellbare Möglichkeit der Neukundengewinnung.

Wenn man heute im Internet etwas sucht, geschieht dies meist durch die in Deutschland erfolgreichste und meistgenutzte Suchmaschine Google. Es wird nach den unterschiedlichsten Themen oder Dienstleistern gesucht – z.B. wird nach dem Begriff „Arzt“ monatlich ca. 27.100x gesucht, nach der Stadt „Berlin“ ca. 450.000x, nach „Polizei“ ca. 74.000x und nach dem Begriff „Versicherung“ jeden Monat weit über eine Million Mal.

Das Erfolgsgeheimnis von Google ist, dass es die ursprünglich ausschließliche Suchmaschine auf revolutionäre Art und Weise geschafft hat, die Theorien der Volkswirtschaftslehre – nämlich die Zusammenkunft von Angebot und Nachfrage – perfekt in die Praxis umzusetzen. Und das mit einem sensationellen Erfolg, denn die dabei platzierten Werbeanzeigen namens Google AdWords tragen im Wesentlichen zu dem inzwischen weit über 60 Milliarden Dollar hohen Jahresumsatz bei. Der Hauptvorteil von Werbung durch eine Google AdWords-Kampagne ist, dass sich der Unternehmer genau zu dem Zeitpunkt darstellen kann, wo jemand sucht, was er anbietet. Dabei bezahlt er für die Google AdWords-Kampagne aber nur, wenn sie tatsächlich durch den Google-Nutzer angeklickt wird. Somit hat Google in der Theorie die erste Werbeform ohne Streuverlust geschaffen.

Zeitgleich hat Google ungewollt oder gewollt einen neuen Arbeitsmarkt geschaffen – nämlich den der Suchmaschinenoptimierung. Schätzungsweise die Hälfte aller deutschen Werbeagenturen bietet ihren Kunden Suchmaschinenoptimierung an. Das sind also ungefähr 7.500 Agenturen für Suchmaschinenoptimierung. Der Erfolg von Suchmaschinenoptimierung ist abhängig von der Kompetenz der Agentur und vom Budget des Kunden.

Suchergebnisse in der Suchmaschine Google

Suchergebnisse in der Suchmaschine Google

Weltweit existiert schätzungsweise eine Milliarde Webseiten. Als Suchender erhält man von Google die Webseiten, die in Bezug zur Suche nach dem Algorithmus der Suchmaschine die höchste Relevanz haben. Hierzu existieren bereits weltweit eine Vielzahl an Untersuchungen unterschiedlicher Forschungsinstitute und Universitäten.

Beispielsweise glauben viele Google Nutzer heute inzwischen, dass die Kompetenz eines Dienstleister höher ist, sofern er in der Suchmaschine bei den Suchergebnissen besser positioniert ist. Wir behaupten, dass insbesondere bei lukrativen Suchbegriffen bis zu 98% der Suchergebnisse durch Suchmaschinenoptimierung beeinflusst sind.

Mehrere TIPPS für Google-Nutzer zu den Suchergebnissen von Google

  1. Bitte lassen Sie sich von den Ergebnissen der Suchergebnisse auf Google nicht blenden.
  2. Hinterfragen Sie die Ergebnisse.
  3. Seien Sie kritisch, denn wer glaubt, dass die Suchtreffer zufällig positioniert oder nach den höchsten Qualitätsansprüchen eines „IT-Gottes“ ausgewählt und priorisiert werden, liegt falsch. Es handelt sich mehrheitlich um durchdachte Online Marketing-Strategien von Unternehmen bzw. deren Agenturen für Suchmaschinenoptimierung, die meist gar nicht mehr das Ziel haben, den Webseitenbesucher zu informieren, sondern durch „smarte“ Informationen neue Kunden, Patienten, Klienten oder Käufer zu gewinnen.

In diesem Artikel möchten wir Sie aber nicht tiefer über die Thematik des Webseitenaufbaus und der Konversionsmöglichkeit informieren, sondern Ihnen ausführen, welche Möglichkeiten Sie besitzen, sich durch entweder Google AdWords bzw. durch Suchmaschinenoptimierung in der Suchmaschine Google zu präsentieren. Hierzu ist allerdings ein gewisses Grundwissen erforderlich, was wir Ihnen nun in den nächsten Kapiteln verständlich transportieren wollen.

Aufbau der Suchergebnisse

Es gibt drei Bereiche, in die die Suchtreffer unterteilt sind.

Google Struktur Adwords

Google AdWords

Der rote Bereich entspricht den Google AdWords-Werbeflächen (im Fachbereich spricht man von Search Engine Advertising, kurz SEA). Mit diesem Bereich bietet Google Unternehmen die Möglichkeit, genau dann gefunden zu werden (Angebot), wenn nach diesem Angebot gesucht wird (Nachfrage). Wie oben bereits erörtert, wurden so durch Google die Theorien der Volkswirtschaft (Zusammenkunft von Angebot und Nachfrage) revolutionär in die Praxis umgesetzt.

Die Suchtreffer im Google AdWords-Bereich variieren und sind abhängig von der Suchanfrage und vom vorliegenden Wettbewerb auf diese AdWords-Platzierungen. Zur Erklärung: Als Werbender hat man die Möglichkeit, sich einen Platz in diesem roten Bereich zu kaufen. Dabei ist es wichtig, im Vorfeld intern zu definieren, welche Suchbegriffe gebucht werden sollen, um eine maximale Ausschöpfung des Werbebudgets zu garantieren. Diese fokussierte Zielgruppenansprache nennt man Targeting.

Man bezahlt diese Werbefläche pro tatsächlichem Klick (AdClick) und nicht nach der Anzahl, wie oft diese Werbung gesehen wurde (AdImpression). Die Höhe der Mausklickpreise richten sich nach dem Wettbewerb des jeweiligen Suchbegriffs und kann daher in einer Preisspanne von wenigen Cents bis hin zu mehreren Euro rangieren. Zu beachten ist auch, dass es innerhalb dieses Bereichs auch verschiedene Klickpreise gibt, denn die Werbefläche direkt oben ist pro Klick teurer als die an der Seite, da man an dieser Stelle dem Suchenden viel direkter präsentiert wird. In anderen Worten ermöglichen die Top 1- bis Top 3-Plätze eine deutlich höhere Anklickwahrscheinlichkeit, da sie eine signifikant höhere Aufmerksamkeit ermöglichen.

Nichtsdestotrotz gilt auch bei Google AdWords-Kampagnen der Qualitätsfaktor Ihrer Kampagne. Sucht beispielsweise der Google Nutzer nach „Apfel“, Sie informieren aber lediglich auf Ihrer Webseite oder ihrer Landingpage über „Bananen“, so kann eine deutlich niedrigere Positionierung pro Klick teurer sein, da die Webseiten von den qualitativ besser werbenden Unternehmen die Frage des Suchenden adäquater beantworten und der Google Nutzer länger auf diesen Webseiten verweilt bzw. sogar auf Kontakt oder Kauf klickt. Das alles nimmt Google wahr und berücksichtigt das wiederum bei den Mausklickpreisen.

TIPPS für Google AdWords interessierte Unternehmen
  1. Daher empfehlen wir immer, dass Unternehmer sich professionelle Google AdWords-Agenturen zur Betreuung suchen, da diese in der Lage sind, das Maximum aus dem zur Verfügung stehenden Budget herauszuholen und sich die Betreuungskosten durch den Zusatzgewinn selbst amortisieren. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot, beraten Sie aber zuvor kostenlos und unverbindlich über Google AdWords oder Suchmaschinenoptimierung.
  2. Durch technische Möglichkeiten kann man die Werbekampagne in den Google AdWords sehr gut auswerten. Ein häufig verwendeter Wert ist die Click-Through-Rate (CTR), die sogenannte Klickrate, die aussagt, wie viel Prozent der AdImpressions auch wirklich einen AdClick bewirkt haben, wie also die Konversion meiner Werbeanzeige auf dem Werbeträger Google ist. Der CTR berechnet sich wie folgt: AdClicks/AdImpressions.
  3. Ferner können Sie durch hocheffiziente Trackingcodes verfolgen, welcher Suchende durch welchen Suchbegriff zu welcher Zeit auf Ihre Webseite gekommen ist, wie lange dieser auf ihr verweilt hat und ob er dann tatsächlich etwas gekauft oder Sie kontaktiert hat. Aggregiert betrachtet, ermöglicht Ihnen dieses Wissen eine gezielte Budgetierung auf Suchbegriffe und Zeiten, um somit maximale Werbeeffizienz zu erreichen.

Google Places

Die Google Places sind wie auch die organischen Suchergebnisse keine bezahlten Werbeflächen. Die Suchmaschine Google möchte dem Suchenden die Suche so angenehm wie möglich gestalten, weswegen der Google Places-Bereich eingeführt wurde und einem so die lokal „besten“ Anbieter für den jeweiligen Suchbegriff präsentiert werden. Im heutigen Zeitalter ist es kein Geheimnis, dass sämtliche Daten unseres Computers übermittelt werden, so auch die jeweilige IP-Adresse, anhand derer man den vermutlichen Standort des Users eingrenzen kann.

Die Möglichkeit auf Google Maps ein in der Nähe liegendes Geschäft zu finden, hat sich zu einer neuen Addition in Form der Google Places weiterentwickelt und werden in der Ergebnisliste angezeigt. Das Bestreben von Google ist es, mit den Google Places-Einträgen das qualitativ hochwertigste Branchenportal weltweit aufzubauen, um auch hier Werbeflächen wie LocalAds anzubieten.

Um bei den Google Places zu erscheinen, ist es Voraussetzung, dass man auch einen Google Places-Account besitzt. Diesen kann man kostenfrei erstellen. Doch das heißt noch lange nicht, dass man auch unter den Suchergebnissen in den Google Places erscheint. Es befinden sich meist zwischen 2 und 10 Suchergebnisse in diesem Bereich. Hier entscheidet Google anhand bestimmter Kriterien, welcher der Wettbewerber für den Suchenden der bestgeeignete ist.

Wir sind im Frühjahr 2014 der Meinung, dass auch organische Einflussfaktoren sehr wichtig sind, um bei den Google Places-Einträgen gut positioniert zu sein. Wir haben langjährige Erfahrung mit Google Places-Einträgen und der Suchmaschinenoptimierung und unterstützen Sie gerne bei weiteren Fragen zu Google Places.

Organische Suchergebnisse

Wie schon erwähnt, handelt sich auch bei den organischen Suchergebnissen nicht um „bei Google bezahlte Werbeflächen“. Kostenlos sind sie dennoch nicht, denn entweder ist sehr viel Zeit durch den jeweiligen Unternehmer, oder Geld für eine Agentur für Suchmaschinenoptimierung investiert worden, denn Webseiten werden in diesem Bereich i.d.R. nur angezeigt, wenn qualitativ hochwertige Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization – SEO) durchgeführt worden ist.

Wie schon bei den Google Places entscheidet Google, welcher Anbieter, also welche Webseite für den eingegebenen Suchbegriff am relevantesten ist. Dabei reicht es nicht, eine schöne Webseite zu haben, denn um auch unter Erfolg versprechenden Suchanfragen gefunden zu werden, muss man allen Anforderungen von Google gerecht werden.

Das Klickverhalten Suchender

Das Klickverhalten Suchender

Google AdWords versus organische Suchergebnisse

Wir haben das Klickverhalten tatsächlich Suchender in Kooperation der Hochschule Hannover analysiert und dabei festgestellt, dass in Summe weltweit nur 14% der Klicks auf den Google AdWords-Bereich fallen. Auf Google Places & die organischen Suchergebnisse entfallen somit 86% der Klicks. Diese 14 Prozent sollten aber differenziert betrachtet werden, denn die Top 1- bis Top 3-Platzierungen werden deutlich häufiger angeklickt. Ferner hängt es entscheidend vom genutzten Browser ab, da die Browser die AdWords farblich unterschiedlich stark betonen. Im Internet Explorer von Microsoft, einem Unternehmen, das auch im Besitz der Konkurrenzsuchmaschine Bing ist, sind z.B. die Werbeanzeigen deutlich stärker als solche erkenntlich als in Googles Internetbrowser Chrome.

Klickverhalten Adwords

Ein Grund für diese Klickverteilung ist unter anderem, dass die Suchenden wissen, dass die Positionierungen im „roten Bereich“ bezahlte Anzeigen sind und somit nicht den Vertrauensstatus genießen, den die Suchergebnisse im „grünen Bereich“ haben. Die Suchmaschine Google weiß dies natürlich auch und versucht dieses Klickverhalten durch minimale Vergrößerung des Google AdWords-Bereiches zu beeinflussen.

Ein weiterer Schritt ist, dass die bezahlten Anzeigen nicht mehr direkt als diese erkannt werden. Laut Gesetz ist Google dazu verpflichtet, die bezahlten Anzeigen auch für den Suchenden erkenntlich hervorzuheben, weshalb die Werbeanzeigen auch weiterhin als Anzeige vermerkt bleiben. Optisch werden sie sich vermutlich jedoch immer mehr an die organischen Suchergebnisse anpassen.

Google AdWords in der Zukunft

Was passiert mit Google AdWords in der Zukunft?

Angesichts der Tatsache, dass Google im Jahre 2012 rund 50 Mrd. US-Dollar Umsatz gemacht hat (und das mit einer o.g. Trefferquote von nur 14 % Anklickwahrscheinlichkeit der Google AdWords), liegt es nahe, dass Google alle Maßnahmen zu ergreifen versucht, um diese Anklickwahrscheinlichkeit weiter zu erhöhen. Das bedeutet, dass sich der Flächenanteil der organischen Rankings in den letzten fünf Jahren nachweislich reduziert hat. Im Jahre 2008 waren ungefähr 20 Zahnärzte unter dem Suchbegriff „Zahnarzt Hannover“ bei Google auf der ersten Seite, heute sind es maximal zwölf Ergebnisse. Dadurch hat es Google geschafft, die anteilige Visibilität der Google AdWords zu erhöhen.

Google AdWords gab es früher nur in den Top 1 bis Top 3, inzwischen gibt es die Anzeigen auch schon auf der rechten Seite sowie oben und ganz unten in unbegrenzter Anzahl. Je nach Suchbegriff werden mehr Google AdWords-Anzeigen dargestellt als organische Treffer. Wenn man sich einen anderen Browser, als den von der Telekom (Internet Explorer), anschaut, sind die ersten 13 Domains alle Google AdWords, weil natürlich auch die Telekom einen gewissen Profit durch die Google AdWords bekommt. Daher gibt es verschiedene Vermutungen zu der Zukunft von Google AdWords.

Wir nehmen an, dass Google auch weiterhin versuchen wird, die Visibilität zu erhöhen. Hier kann es sogar so weit gehen, dass sich die Google AdWords in einer anderen Form auch in den Google Places-Anzeigen widerspiegeln. Bei den Google Places gibt es derzeit sieben Ergebnisse, manchmal auch gar keine. Wir vermuten, dass in Zukunft in diesem Bereich tendenziell nur noch drei Ergebnisse angezeigt werden und zusätzlich zwei Werbeanzeigen über und unterhalb der Google Places erscheinen, aber so, dass kaum ein Unterschied zu erkennen sein wird. Diese Form nennt man Google Places Ad. Google strebt auch weiterhin an, den optischen Werbecharakter zu reduzieren, sodass eine Werbeanzeigefläche schwerer von den organischen Ergebnissen zu differenzieren ist. Es handelt sich lediglich um Annahmen, aber wir können davon ausgehen, dass Google als Suchmaschine der Marktführer bleibt, denn dafür ist der Brand zu stark, die multifunktionale Produktverfügbarkeit von Google zu massiv und die technischen Investitionen sind zu umfangreich.

Die Internetrevolution entwickelt sich immer rasanter. Auch Google tappt nicht auf der Stelle, sondern stellt seinen Werbetreibenden immer neue Werbemöglichkeiten zur Verfügung.

AdWords bald in Google+?

Immer mehr Internetnutzer verwenden neben den bekannten sozialen Netzwerken auch vermehrt Google+, um ihre Kontakte und ihre Interessen zu verwalten und zu teilen. Bei der rasant steigenden Mitgliederzahl von Google+ ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Google auch diese Plattform für AdWords nutzen wird. Dadurch, dass der User seine Interessen ähnlich wie bei Facebook „liken“, i.e. ihnen „folgen“ kann, kann der Werbetreibende seine Anzeigen zielgruppengerecht einsetzen. Somit kann ein exaktes Targeting (Zielgruppenansprache) gewährleistet werden und bietet nicht nur für Google ein enormes wirtschaftliches Potenzial.

Klickverhalten ist suchbegriffsabhängig

Der Google Analyticer Avinash Kaushik hat in seinem Buch “Web Analytics“ publiziert, dass sich das Klickverhalten der Google AdWords und der organischen Ergebnisse 14% zu 86% verhält. Wir von Wengenroth und Partner sind der Meinung, dass sich das Verhältnis auf weltweiter / globaler Betrachtung deutlich erhöhen wird.

Hintergrund: Wenn man etwas sucht, wo die Investition nicht hoch ist, (Beispiel ein Unternehmer muss  Flyer drucken), recherchiert man maximal drei Anbieter: Denn umso größer der Recherche(zeit)aufwand, desto teurer wird theoretisch auch die tatsächliche Investition. Bei höherwertigen Suchen, zum Beispiel nach Urlaubszielen und -anbietern, kann es auch vorkommen, dass man sich fünf bis zehn Ergebnisse anschaut. Bei Immobilien werden sogar bis zu drei Ergebnisseiten durchgeschaut.

Vor- und Nachteile von AdWords

Vor- und Nachteile von Google AdWords

Der Internetnutzer gibt in der Suchmaschine Google einen Suchbegriff ein. Im besten Fall haben Sie diesen Suchbegriff in Ihrer AdWords-Kampagne hinterlegt, sodass dadurch Ihre Anzeige in der Ergebnisliste direkt am Anfang angezeigt wird.

Vorteile von Google AdWords

Der Vorteil von Google AdWords liegt ganz klar darin, dass man durch die direkte Positionierung in kurzer Zeit viele Besucher auf seine Webseite lotsen kann. Man profitiert von dem größten Werbenetz ohne jeglichen Streuverlust. Der Werbetreibende entscheidet selbst, wie viel Geld er pro Monat in seine Google AdWords-Kampagne investieren möchte – so ist auch etwas für den kleinen Geldbeutel dabei. Flexibilität spielt ebenfalls eine große Rolle: So können Sie entscheiden, wann Ihre Werbeanzeige veröffentlicht werden soll, sodass sie z.B. nur dann angezeigt wird, wenn Ihre Kunden online unterwegs sind. Ein weiterer Vorteil der Google AdWords ist die Möglichkeit, seine Marketingkampagne auszuweiten. Sie können Ihre Anzeige nicht nur auf der Ergebnisseite von Google platzieren, sondern auch in branchenspezifischen Portalen oder Foren einblenden. Zahlen müssen Sie erst, wenn auf Ihre Werbeanzeige geklickt wird und der User so auf Ihre Webseite gelangt (Cost per Click). Als Anzeigenerweiterung bekommt jeder Werbetreibende die Möglichkeit, weitere Links unterhalb seiner Standardanzeige einzusetzen. Oder aber er lässt den Standort durch eine ausklappbare Google Maps Karte einblenden. Eine weitere Möglichkeit ist die Einstellung, dass der potentielle Kunde direkt mit seinem mobilen Gerät einen Anruf an den Werbetreibenden tätigen kann.

Google veröffentlicht unterhalb seiner Google AdWords Verkäuferbewertungen durch Sterne. Hierfür benötigt man 30 Bewertungen mit einem Durchschnitt von mindestens 4,0. Diese Einblendung erfolgt automatisch und ist nicht manuell einstellbar.

Nachteile von Google AdWords

Ein großer Nachteil von Google AdWords ist, dass es sich um ein recht komplexes Tool handelt und die Einarbeitung und die einzelnen Einstellungen der zahlreichen Optionen Zeit benötigt. Des Weiteren gilt Google AdWords als Geldverbrennung, denn mit jedem Klick schmilzt das eingesetzte Budget. Wer sich damit auskennt, kann seinen Konkurrenten durch häufiges Anklicken der Anzeigen schnell finanziell austrocknen.

Die Zielgruppenkenntnis und das Einfühlungsvermögen in die Denkweise potentieller Kunden sind besonders wichtig, um die richtigen Suchbegriffe für die Anzeigenschaltung zu definieren. Es ist sehr wichtig, die passenden Suchbegriffe in seine Anzeige zu integrieren, um auch wirklich die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

Wie teuer der Klick eines Users ist, hängt von einer Reihe Faktoren ab und ist somit nicht genau zu berechnen. Zum einem ist es entscheidend, wie viel Geld dem Werbetreibenden das Keyword wert ist. Dabei ist die Mitbewerberdichte der ausschlaggebende Punkt, also die Frage: Was würden die Mitbewerbe für dieses Keyword bezahlen? Zum anderen ist die Performance der Anzeige und die Qualität der Zielseite für Google wichtig: Je häufiger die Anzeige angeklickt wird und die Zielseite zum Keyword passt, desto besser wird die Anzeige positioniert und desto niedriger ist der Klickpreis.

Ein weiterer Nachteil ist, dass der Werbetreibende seine Anzeigenerweiterung zwar im Wesentlichen selbst einrichtet, aber Google letzten Endes entscheidet, wann welche Anzeige tatsächlich angezeigt wird.

Vor- und Nachteile SEO

Vor- und Nachteile der Suchmaschinenoptimierung

Was nützt die schönste und informativste Webseite, wenn sie im Internet nicht gefunden wird? Durch Suchmaschinenoptimierung gelingt es, potenzielle Kunden, die nach Ihrem Angebot suchen, auf Ihre Webseite aufmerksam zu machen. Denn die Ergebnisliste von Google basiert nicht auf dem Zufallsprinzip, sondern hängt von technischen und inhaltlichen Kriterien ab.

Vorteile der Suchmaschinenoptimierung

Jeder Suchende nutzt die Google, um durch seine gezielt eingegebenen Keywords an Informationen zu gelangen. Dabei schauen die meisten User maximal die ersten drei Ergebnisseiten durch. Der technische und inhaltliche Aufbau, die relevanten Metatags und die Verlinkungen der Webseite spielen bei der Platzierung in der Ergebnisliste eine enorm wichtige Rolle.

Der große Vorteil von Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis: Denn durch einen wesentlich geringeren finanziellen Einsatz als bei AdWords besticht eine breit gefächerte und speziell auf Verbreitungsgebiet und Zielgruppe abgestimmte Webseite. Durch den Einsatz von SEO wird eine dauerhafte Platzierung in den ersten 20 Ergebnissen garantiert. Dabei ist eine regelmäßige Aktualisierung der Webseite sehr wichtig. Denn nichts ist für Google uninteressanter als eine Webseite, die stagniert.

Nachteile der Suchmaschinenoptimierung

Ein Nachteil von SEO ist die Zeit, die es benötigt, bis die Optimierung der Webseite Früchte trägt – nicht selten kann es sich um mehrere Wochen oder sogar Monate handeln. Zudem kann eine Positionierung unter den Topergebnissen nicht garantiert werden. Durch die ständig veränderten Algorithmen ist die SEO eine arbeitsintensive Tätigkeit und muss regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Empirische Studie

AdWords vs. Suchmaschinenoptimierung

Der Einsatz von Google AdWords rechnet sich für viele Unternehmen nicht mehr. Was als Neuheit und preiswerte Werbemöglichkeit begann, kann sich schon bald durch den zu starken Konkurrenzdruck als den den Platzhafter für die bedeutendsten Marken entwickeln. Schließlich sind die steigenden und nicht wirklich kalkulierbaren Kosten oft nur noch für große Marken sinnvoll.

In einer umfassenden empirischen Studie haben wir von 2011 bis 2012 in Kooperation mit der Hochschule Hannover anhand eines Fallbeispiels analysiert, welche Werbekampagne im Onlinebereich für einen Mittelständler effizienter ist: Google AdWords oder Suchmaschinenoptimierung?

Vorteile der Suchmaschinenoptimierung

Haben Sie es auf eine Topplatzierung in der organischen Ergebnisliste geschafft, bekommen Sie über Ihre Webseite qualitativ hochwertigen Traffic – schließlich sind alle Besucher über Ihre Keywords auf Ihre Webseite gelangt. Dieser Traffic ist für Sie im Gegensatz zu Google AdWords kostenlos.

Ihre Webseite wird im Zuge der SEO auch der Zielgruppe entsprechend optimiert und mit einer guten Usability ausgestattet. Durch den nachhaltigen Erfolg bekommen Sie mehr Kontakte, Aufträge und Bestellungen – oder, allgemein: Kunden. Anhand des inhaltlichen und technischen Aufbaus bleibt Ihre Webseite auch für Google interessant und längerfristig im Ranking weit oben.

SEO ist einer der wichtigsten strategischen Erfolgsfaktoren im Online Marketing. Aufgrund des immer größer werdenden Wettbewerbs werden die Preise bei den Google AdWords steigen. Dadurch ist eine Investition in SEO das nachhaltigere Erfolgsrezept.

Download empirische Studie: Werbeeffizienzvergleich von SEO versus SEA Landingpages

Fazit

Google AdWords sind für Google als Einnahmequelle nicht mehr wegzudenken. Dennoch wird Google nicht den Fehler machen und seine Suchmaschine nur noch auf Bezahlergebnisse umstellen, da dann die Nutzer auf einen Schlag wegfielen. Google wäre somit keine Suchmaschine für Informationen mehr, sondern lediglich eine Werbeplattform. Für das Online Marketing von Unternehmen ist es daher auch weiterhin wichtig, einen dauerhaften Mix aus Suchmaschinenoptimierung (SEO), Search-Engine-Advertising-Strategien und Social Media zu planen.

Mit AdWords wird es in Zukunft noch mehr Möglichkeiten geben, in Google-Plattformen zu werben, um noch gezielter Werbung zu schalten. Google AdWords bleibt im Vergleich zu SEO schnell und flexibel und ist gerade in Bereichen, die mit SEO nur sehr schwer zu erreichen sind, ein einfaches und effektives Mittel, um zu werben – das passende Budget oder eine gut optimierte Kampagne vorausgesetzt.