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Präsentation bei der 20×20 Business Night

Wildes Geplapper bei der Business Night

Vierteljährlich findet in Hannovers Dormero Hotel die „20×20 Business-Night nach der PechaKucha-Methode“ statt. Der Begriff PechaKucha kommt aus dem Japanischen und heißt übersetzt „Wildes Geplapper“. Diese Methode des Präsentierens ist weit verbreitet, doch sie hat es in sich: Die teilnehmenden Redner dürfen ein Thema ihrer Wahl mithilfe einer Power-Point Präsentation vorstellen. Der Haken daran: Für jede der insgesamt 20 Folien ist nur eine Zeit von 20 Sekunden vorgesehen, die Präsentation darf also nur 6:40 Minuten dauern. Wie man schon erahnen kann, kommt es weniger auf das „Was“ als auf das „Wie“ an. Wie vermittelt man ein Thema in solch einer kurzen Zeit überzeugend und einprägsam?

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Wir von Wengenroth und Partner durften bei solch einem Event voller interessanter Themen und Menschen natürlich nicht fehlen. So hat sich unser Geschäftsführer Winfried Wengenroth als einer von neun Rednern der Herausforderung gestellt und am 07. Mai 2013 an der 20×20 Business Night teilgenommen. Unter dem Thema „Marketing zum Anfassen“ haben wir uns mit folgender Frage befasst: Besteht zwischen Marken- und No-Name-Produkten tatsächlich ein spürbarer Qualitätsunterschied oder vermittelt uns die Werbung einfach nur ein besseres Bild der Markenprodukte?

Um diese Frage beantworten zu können, haben wir in unserer Firma einen Selbsttest durchgeführt. Von Salzstangen, Butterkeksen, Schokolade, Chips, Cola und Bier kauften wir jeweils ein Markenprodukt und acht No-Name Produkte sämtlicher Supermärkte in Hannover. So probierte ein Mitarbeiter neun verschiedene Salzstangen, ein anderer trank neun verschiedene Colas usw. Am Ende galt es herauszufinden, selbstverständlich mit verbundenen Augen, welches das Markenprodukt war. Die anfängliche Zuversicht legte sich schon nach den ersten Versuchen: Das ist schwieriger, als man denken mag! Unser Ergebnis war interessant und zugleich verblüffend, denn niemand von uns war in der Lage, das Markenprodukt von den anderen zu unterscheiden.

Mit diesen Testergebnissen haben wir uns für die Präsentation bei der Business-Night etwas Außergewöhnliches überlegt. Da wir „Marketing zum Anfassen“ vermitteln wollten, haben wir den Test live mit nichts ahnenden Testpersonen wiederholt. Dabei bestätigte sich unsere Vermutung, denn kein einziges Markenprodukt wurde erkannt. Den rund 160 Zuschauern war die Verwunderung ins Gesicht geschrieben, auch sie waren von dem Qualitätsunterschied der Produkte überzeugt gewesen. Wir konnten jedoch beweisen: Alles ist eine Frage des richtigen Marketings, nicht der tatsächlichen Qualität.

Uns hat der Abend und auch die Vorbereitung auf ihn sehr viel Spaß und Überraschungen gebracht. Wir waren begeistert von den anderen Präsentationen und dem Ambiente rund um die Veranstaltung, inklusive leckerem Buffet und netten Unterhaltungen. So ein Event kann man schließlich immer für neue Kontakte und Netzwerke nutzen. Auch, wenn am Ende des Abends ein anderer Redner verdient für seine Präsentation ausgezeichnet wurde, sind wir uns sicher, dass
wir den Zuschauern noch lange im Gedächtnis geblieben sind. Und darum geht es doch beim Marketing, oder?

 

Foto: Sabina Schladebusch | Photographie Sabina Przybyla