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Google Analytics Spam

Warum ist es so wichtig, Spam bei Google Analytics zu stoppen?

Google Analytics ist der mit Abstand mächtigste Webanalysedienst im Internet. Er bietet uns viele Tools und Funktionen zur Analyse der Besucher, die auf unsere Webseite gelangen. Jedoch besteht wie bei jedem Internet-Service auch bei Analytics die Möglichkeit von Spam betroffen zu werden.

Wenn Sie möglichst unverfälschte sowie die qualitativ hochwertigsten Zahlen von Google Analytics erhalten wollen, ist es wichtig, die unerwünschten “Besucher” bereits bei ersten Anzeichen zu stoppen. Der Vorteil hierbei ist, dass nicht für jeden neuen Spam ein eigener Filter angelegt werden muss, sondern eine Unterbindung des gesamten Spam bei Google Analytics mit nur 2 Filtern möglich ist.

Mit diesem hilfreichen Artikel über Spam konnte schon vielen Usern geholfen werden den lästigen Spam loszuwerden. Wenn Sie die nachfolgende Anleitung genau befolgen, können auch Sie Ihre Daten vom Spam befreien. Sollten Sie selbst nicht die Zeit dafür haben oder Hilfe benötigen, bieten wir Ihnen auch einen persönlichen Service an.

Was ist ein Referrer-Spam (Verweis-Spam)?

Beim sogenannten Referrer-Spam wird der Spam als fake-Referrer angezeigt, jedoch kann der Referrer-Spam auch in anderen Formen auftreten, wie zum Beispiel als direkter Besucher einer Webseite.

Unterschied zwischen Referrer und Referrer-Spam

Um das Ausmaß des Referrer-Spams zu erfassen, muss zunächst die Bedeutung des Wortes Referrer erläutert werden. Beim Referrer handelt es sich um einen Verweis von einer Webseite zu einer anderen Webseite. Klicken Sie beispielsweise auf einer Webseite auf einen externen Link, so wird wird Ihr Besuch von der extern verlinkten Seite als Referrer registriert mit dem Hinweis, von welcher Seite Sie auf die neue gelangt sind. Sie als Webseitenbetreiber können demnach genau einsehen, von welchen Webseiten die Besucher auf die Ihre Seite gelangt sind.

In der Regel werden die Referrer genutzt, um Webseiten oder einzelne Unterseiten zu bewerben, zum Beispiel durch einen Eintrag in einem bekannten Portal. Fremde haben allerdings die Möglichkeit, die Werte für die Referrer zu manipulieren. Sie erstellen ein automatisiertes Script, bei dem Google Analytics beispielsweise alle zehn Minuten einen Webseitenbesucher von der manipulierten Webseite verzeichnet. Dies wird als Referrer-Spam bezeichnet.

Warum werden die Berichte manipuliert?

Sie fragen sich sicherlich, inwiefern jemand durch Referrer-Spam profitieren kann. Der offensichtlichste Grund ist der sogenannte Webseiten-Traffic. Menschen sind von Natur aus neugierig und möchten als Webseitenbetreiber genauestens erfahren, wie viele Besucher die Webseite täglich zu verzeichnen hat und wo sie herkommen. Auf diese Weise werden sie auch auf die Besuche durch Referrer aufmerksam. Professionelle Spammer befallen in der Regel Tausende von Google Analytics Konten gleichzeitig, sodass Sie sich vorstellen können, was das für ein Ausmaß im Gesamt-Traffic zur Folge hat.

Wie tun sie es? (Arten von Spam)

Die Spammer verwenden hauptsächlich zwei Methoden: den Ghost-Spam und Crawler-Referrer-Spam.

Ghost-Spam

Ghost-Referrals bilden in den Google Analytics die Mehrheit unter den Spams. Die Referrals werden deshalb Ghost genannt, da diese nie Ihre Webseite tatsächlich erreichen und folglich keinerlei Wechselwirkung stattfindet. Ghost-Referrals manipulieren direkt und ausschließlich Ihre Google Analytics Werte.
Um dies zu tun (zum einfacheren Verständnis werden tiefe technische Details hierbei außen vor gelassen), nutzen die Spammer das Messprotokoll, welches Entwicklern ermöglicht, Daten direkt an den Google Analytics Server zu senden. Dies war für eine lange Zeit sehr gut möglich, da die Daten weder gut dokumentiert wurden noch zudem nicht jeder davon wusste. Messprotokolle sind generell praktisch und bieten mehr Möglichkeiten Daten zu sammeln bzw. zu messen.
Jedoch haben Spammer eine Möglichkeit gefunden, diese Messprotokolle zu missbrauchen und zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Dafür benötigen Spammer lediglich eine Google Analytics Tracking-ID.
Der Rest der Daten wird vom Spammer hinzugefügt.
Ghost Spam
In der Regel werden für die ID´s zufällig generierte Codes in Form von UA-XXXXXX-1 verwendet, wodurch dann die falschen Daten durch automatisierte Scripte gesendet werden.
Die einzige Möglichkeit diesen „Ghost-Spam“ in Google Analytics zu verhindern ist mit Filtern. Ein weit verbreiteter Fehler ist, den Spam mit Hilfe von .htaccess zu blockieren.
Die .htaccess ist eine Konfigurationsdatei, mit welcher gesteuert werden kann wer auf eine Website zugreifen kann. Jedoch ist die Konfigurationsdatei beim Ghost-Spam ineffektiv, da der Ghost-Spam die Webseite gar nicht erreicht.
Nach Anwendung der .htaccess sind die Webseitenbetreiber irrtümlicherweise im Glauben, den Ghost-Spam erfolgreich blockiert haben, doch dabei handelt es sich lediglich um einen Zufall. Ein einzelner Spam dieser Art zeigt sich normalerweise nur für wenige Tage und verschwindet dann von selbst – danach folgt schon bald der Nächste.

Crawler-Referrer-Spam

Ein Web-Crawler ist ein Internet-Bot, der Webseiten besucht bzw. „browst“. In der Regel dient das dem Zweck der Indizierung einer Webseite. Crawlers haben demnach einen positiven Nutzen für Webseiten. Zu den „guten“ Crawlers gehören Google-Bots, die neue Webseiten finden und indizieren, sodass diese in in den Suchergebnissen von Google erscheinen. Im Gegensatz zu Ghost-Referrals besucht ein Crawler-Referrer-Spam tatsächlich Webseiten, jedoch mit dem Zweck mehr Traffic auf der betreffenden Webseite zu generieren. Crawler-Referral-Spams ignorieren normalerweise alle Regeln wie die Nutzung von robots.txt. Diese Regeln verhindern, dass Crawler auf ausgewählte Seiten zugreifen können. Von Crawler-Referrer-Spams besuchte Webseiten werden folglich nicht gecrawlt bzw. indiziert, was sich negativ auf das Ranking in Suchmaschinen auswirkt.

Der Unterschied zum „Ghost-Spam“ besteht darin, dass die Crawler-Referrer-Spams tatsächlich Zugriff auf die Webseite nehmen, daher können diese Zugriffe auch mit Hilfe der .htaccess Datei blockiert werden. Ferner können Sie mit Google Analytics gefiltert werden.

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Wie erkennt man Referrer-Spam?